Das aktive Spiel: Lust am Lernen ist Lust am Leben

Sinnbezüge schaffen, die Sehnsucht nach Anerkennung erfüllen und ein positives Lebensgefühl vermitteln, sind Ziele unserer Arbeit. Denn Lust am Lernen ist auch Lust am Leben. Beim Spielen mit Wort und Zahl werden Ängste abgebaut, Neugierde geweckt und soziale Kompetenzen gefördert. Hierbei spielt das sinnliche Erlebnis des Theaterspieles eine große Rolle.

 

Die mathematische Sprache kann nicht einfach nebenbei erlernt werden. Hierzu benötigt das Kind eine anregende Lernumwelt. Durch die theaterpädagogische Förderung wird diese Lernwelt geschaffen und auch der entsprechende Raum, in dem das Kind sich ausprobieren kann, angeregt durch fantastische Objekte:

 

  • bunte Zahlenkörper mit lustigen Gesichtern und Frisuren, mit denen man bauen und gestalten kann

  • eine Rechenhöhle

  • eine Vielfalt von Theaterpuppen

  • Zahlenritter, die Rechenzeichen auf ihren Kappen tragen

  • Hexen, Könige, Prinzessinnen und Prinzen, die den Rechenplaneten beherrschen

  • Zahlenhüte, unter denen man Wohnen kann

  • sprechende Tiere und Zahlenmühlen

  • eine Zaubernase, aus der man so allerlei herausziehen kann

  • und vieles mehr

 

Die Vielzahl der unterschiedlichen Puppen und Szenerien, in denen sich die Kinder bewegen können, ist groß, die künstlerische Gestaltung derselben ebenso. Bei diesem spielerischen Lernen in einer fantasievollen Welt taucht das Kind in die mathematische Sprache und ihre Regeln ein. Dabei wird das Rechnen zur erlebten Geschichte und die Zahlen werden zu Vertrauten.

 

Die Spielfiguren regen die Fantasie an und werden haptisch erfahren. Aber auch das Wort als Bedeutungsknoten, das Erzählen und das Fragestellen haben hier genügend Raum, sich zu entfalten. Wort und Zahl werden auf anschauliche Weise durch Geschichten verknüpft, in denen sich weltliche Ordnung spiegelt. Das Rechnen ist dadurch eingebettet in eine spielerische Welt, die das Kind mit gestaltet. Zudem wird durch das Erstellen der epischen Zusammenhänge Sinn gestiftet, Textverständnis und analytisches Denken gefördert. So wird Sprach- und Mathematikförderung spielerisch zur Freude am Erzählen von Geschichten und zur Freude am Rechnen. Dabei ist aber nicht die Perfektion das Ziel. Ziel ist es, die Lust am Spiel mit Zahlen zu wecken und die Entdeckungsfreude zu fördern bzw. auch dort wieder zu erwecken, wo sie im Laufe früher negativer Unterrichtserlebnisse oft schon verloren gegangen ist.