Kreativität ist ein Fenster zur Welt

Der Dichter Rainer Maria Rilke stellt sich das künstlerische Schaffen als Fenster zu Welt vor. Kreative Fähigkeiten, Einfallsreichtum und lebendige Kommunikation können jedoch nicht einfach nachgeahmt werden, sie müssen spielerisch erlernt werden – im Idealfall schon sehr früh. Denn bereits zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr befindet sich das Kind in einer Entwicklungsphase, in der das Gehirn über eine besonders hohe „Formbarkeit“ verfügt. Prägende neuronale Netze werden angelegt, die ein leben lang wirksam bleiben. Wenn man diese Zeit nutzt, entwickeln sich einige Anlagen optimal. Aber auch die ersten Jahre der Grundschule bieten einen wichtigen Raum zum spielerischen Erlernen dessen, was möglicherweise versäumt wurde.

 

Wenn wir Kindern gerecht werden wollen, müssen wir Achtung vor ihren geistigen Fähigkeiten haben und ihnen den Raum geben für ihre Fragen, ihr Suchen und Antwort-Finden fördern. Lesen, Schreiben und Rechnen sind wichtige Kulturtechniken, die eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen und Zukunftschancen eröffnen. Mit ihrer Förderung möchte die Künstlerin jedem einzelnen Kind gerecht werden. Die individuellen Bedürfnisse des einzelnen stehen im Mittelpunkt ihrer Arbeit, damit auch für die Schwächsten sich das verschlossene Fenster zur Welt öffnet.