Für die ehemalige Titanic-Autorin ist Humor eine Strategie, der systematischen Inhaltslosigkeit und postmodernen Beliebigkeit die Kunst entgegen zu setzen; die Kunst der Worte, die Kunst von Objekt und Farbe. Ingrid Marschang ist in fast jedem kreativen Feld zuhause und geht auch mit Stift und Pinsel ihre eigenen Wege. Ihr künstlerisches Universum ist reich an Ideen, mal poetisch und verspielt, mal absurd und ironisch. Sie vertritt ihre künstlerischen und moralischen Ansprüche subversiv und mit der Leichtigkeit des Humors, ohne je belehrend zu sein. Eine phantastische Vernetzung unterschiedlicher Materialien, eine Wanderung zwischen abstrakter Form, konkreter Malerei und Objektkunst. Die Opulenz ihres Schaffens, in der auch die alltägliche Welt menschlicher Erfahrungen aufblitzt, kommt ohne den Gestus des Künstlergenies aus. Die Vielfalt ihrer Arbeit – Wort, Malerei, Illustration, Objekt – spricht für sich.