Vermächtnis

 

Die Erde hat mir die Liebsten genommen,

sie ruhen dort kalt und leer.

Der Sinn ist mir abhanden gekommen,

mein Körper ist mir zu schwer.

 

Ich gehe die Straße Schritt für Schritt,

meine Füße in bleierner Neer.

Der Schmerz all der Jahre schreitet mit,

ein müdes, geschlagenes Heer.

 

Die Augen schauen wund in den Himmel hinein,

einen Tunnel dunkel und lang.

Stumm sitzt der Mund, möchte nicht mehr sein,

jedes Wort ist ein Zwang.

 

Ein ganzes Leben versunken

in den Spalten meines Gedächtnis'.

Ein Wimpernschlag, ein Hoffnungsfunken;

die Sehnsucht - ein Vermächtnis.